![]() Web ServicesDie eigentliche Idee, dass mehrere heterogene Computer Daten untereinander austauschen ist nicht wirklich neu. Da jedoch die meisten Soft- und Hardwaresysteme sowohl technisch als auch strukturell auf unterschiedlichen Grundlagen basieren ist es zu erwarten, dass die meisten Versuche die Daten unter mehreren Systemen auszutauschen zum Scheitern verurteilt sind. Dies sind die ausschlaggebenden Gründe für die Entwicklung eines Standards, welches zwischen den verschiedensten erfolgreich in alle Richtungen vermitteln kann. Willkommen in der Welt der Web Services! Web Services finden zunehmend im Business-To-Business Bereich Verwendung. Hierbei haben sie sich als effizientes Mittel zur Integration von unterschiedlichsten Anwendungen etabliert. Ein typisches Anwendungsszenario für den Einsatz von Web Services kann eine Kunden-Lieferant-Beziehung sein. Nehmen wir an, die Kommunikation zwischen beiden Partnern soll effizienter und kostenbewusster werden, so ist es sinnvoll die jeweiligen Partnerinformationssysteme zu verbinden. Dabei würde jedoch ein gravierender Nachteil entstehen: die Offenheit der Informationssysteme bedeutet die Preisgabe von unternehmensinternen Daten und somit auch eine gewisse Machtübergabe an den Partner, für den das Informationssystem zugänglich ist. Ab diesem Punkt wird es ersichtlich, dass ein transparenter Informationsaustausch relevanter Daten nicht nur systemunabhängig, sondern auch filtriert sein sollte. Dies hat zur Folge, dass es sich bei den ausgetauschten Daten nur um tatsächlich relevante Informationen handeln muss: nicht mehr, nicht weniger. Bei einem eingeschränkten Web Service handelt es sich um ein über Netzwerk erreichbares Interface zu einer bestimmten Programmfunktion, welches auf Internetstandards basiert. Somit ist es der verbindende Block, der auch die Vermittlerrolle übernimmt. Das Interface kann von einem Clientprogramm wie Remote Procedure Call aufgerufen und verwendet werden. Prinzipiell ist es nichts Neues, da die bereits bekannten und etablierten Technologien wie DCOM oder Corba mit entsprechenden Diensten eingesetzt und verwendet werden können. Jedoch sind die hier erwähnten Technologien immer an bestimmte Plattformen oder Programmiersprachen gebunden, wobei auch Client und Server in einer sehr engen Verbindung zueinander stehen müssen. Mit einem uneingeschränkten Web Services lassen sich dagegen derzeit bestehende Grenzen überwinden. Es wird keine Technologie mehr vorgeschrieben, sondern lediglich das Transportprotokoll SOAP, welches über HTTP läuft. Daraus ergeben sich einige interessante Vorteile:
Die Kerntechnologie heutiger Web Service Entwicklungen ist XML. Wobei ein wohlgeformtes und gültiges XML Dokument noch lange keinen Web Service darstellt. Hierbei wird eine zusätzliche Technologie benötigt, welche die XML kodierten Daten zwischen Client und Server austauscht, was wiederum in standardisierter Form geschehen muss.Man könnte noch viele Seiten über Web Services schreiben und diese dabei sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus technischer Sicht analysieren. Um es jedoch auf den Punkt zu bringen, ist an dieser Stelle folgendes zu erwähnen: Um aus Web Services einen für das Unternehmen wirklich spürbaren Mehrwert zu erzielen, müssen die vorhandenen heterogenen Informationssysteme mit Hilfe von fachmännisch implementierten Web Services miteinander kommunizieren.
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