spacer

BPEL

Überblick
Mit BPEL (Business Process Execution Language) lassen sich komplexe Geschäftsprozesse und Dienste nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch zu externen Partnern beschreiben, entwickeln und durchführen. Der vom OASIS Konsortium verabschiedete und von namhaften Partnern wie Bea, IBM, Microsoft, Oracle und weiteren Unternehmen verabschiedete WS-BPEL Standard baut dabei auf dem bewährten Webservice Standard auf. Dadurch lässt sich eine systemunabhängige, sichere Integration und Steuerung verschiedenster Anwendungen und Dienste auch auf verteilter Infrastruktur erreichen.
Funktionsweise

In BPEL werden Geschäftsprozesse als lose gekoppelte und um Zustände erweiterte Webservices beschrieben. Der BPEL-Standard selbst definiert keine grafische Darstellung der modellierten Prozesse, jedoch bietet nahezu jeder Hersteller von BPEL Workflowumgebungen eine grafische Entwicklungsplattform an, mit Hilfe derer Workflows als Diagramme entwickelt werden können.

BPEL unterscheidet zwischen abstrakten und ausführbaren Geschäftsprozessen. Abstrakte Geschäftsprozessmodelle werden verwendet, um die Struktur und das Verhalten von Geschäftsabläufen darzustellen. Ausführbare Geschäftsprozesse übernehmen die Struktur von abstrakten Modellen und können in einer Workflowumgebung ausgeführt werden. In der Praxis ist so eine Trennung von Geschäftsprozessmodellierung durch die Business Analyse und Geschäftsprozessimplementierung durch die Entwicklungsabteilung möglich.

Einsatzgebiete von BPEL Anwendungen

BPEL eignet sich für alle Projekte in einer Organisation, in der Unternehmensabläufe wiederholt durchgeführt werden. BPEL stellt dabei sicher, dass jeder Workflow vollständig und in gleich bleibender Qualität abgearbeitet wird. BPEL erleichtert durch den Einsatz einer grafischen Modellierungsumgebung das Ausarbeiten und die Darstellung von Abläufen in einer Organisation. Durch Modularisierung der Prozesse und mit Hilfe der Entwicklungsumgebung ist es für den Modellierer sehr leicht möglich vorhandene Abläufe zu analysieren, zu optimieren und gegebenenfalls veraltete Prozesse durch neuere, verbesserte Dienste zu ersetzen.

Vorteile gegenüber etablierten Technologien/Produkten

Im Gegensatz zu herkömmlichen Technologien definiert BPEL nicht nur die Schnittstellen zwischen verschiedenen, zu einem Geschäftsprozess benötigten Diensten, sondern es bildet auch deren Zusammenhänge und Ablauf ab. Da alle Dienste über Webservices gekapselt sind, ist es bei Bedarf möglich, neue externe Systeme in kurzer Zeit in den Workflow einzubinden oder vorhandene Dienste und sogar ganze Systeme durch neue zu ersetzen.

Ein weiterer Vorteil beim Einsatz von BPEL besteht darin, dass nicht-funktionale Anforderungen wie Datensicherheit, Zugriffsrechte oder Überwachungsmöglichkeiten beim Entwurf der Services nicht berücksichtigt werden müssen. Diese Anforderungen werden von der BPEL Laufzeitumgebung gekapselt und können von einem Administrator global für alle Services konfiguriert werden. Besonders hervorzuheben sind hierbei die vielseitigen Möglichkeiten des Monitorings von Prozessen, wodurch Schwachstellen im Geschäftsablauf, aber auch Probleme im laufenden Betrieb auf einfache Weise festgestellt und analysiert werden können.

   

footer
© INSONO Consulting GmbH 2009 · Impressum